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mit oder ohne Anis - warum eigentlich?
Hier scheiden sich oft die Geister, dies hängt sowohl mit der Tradition der jeweiligen Länder als auch mit dem persönlichen Geschmack zusammen. Für den französischen Absintheur ist es keine Frage, dass Wermut, Anis und Fenchel die drei Grundbestandteile des Absinths sein müssen. Der Anis mildert den bitteren Beigeschmack des Wermuts und ist im übrigen für den Louche-Effekt verantwortlich. Der Loucheeffekt ist die opal milchige Trübung die entsteht wenn man das Wasser hinzufügt. Demnach ist bei den Absinthsorten ohne Anis (zumeist zu finden bei tschechischen aber auch österreichischen Absinthsorten) der Effekt geringer und sie schmecken meist bitterer als Absinths mit Anis.
Wermut - Wermutkraut
Wermut (oder Wermutkraut) ist eine bitter schmeckende, stengelähnliche Pflanze mit graugrünen Blättern und gelblichen Blüten. Das 1792 entdeckte Krau zeigt durch das darin enthaltene Thujon psychoaktive und medizinische Wirkung. Eigentlich als Heilmittel gedacht entwickelte sich (der grüne) Tee mit Wermut schnell zu einem Volksgetränk. Übrigens, Wermut ist auch noch in Vermouth, einem Weinaperitif zu finden.
Thujon
Thujon ist mit Sicherheit für viele Leute ein wichtiges Thema beim Kauf. Einen Absinth sollte man jedoch nie nach dem Thujongehalt bewerten denn dies steht beim Absinthgenuß gewiss nicht im Vordergrund. Vielmehr ist es der ausgewogene Geschmack der das Seine tut um den Absinthliebhaber auf Wolke Sieben zu bringen. Zudem ist die Wirkung von Thujon in den heutigen gesetzlichen Grenzen im Prinzip unwahrscheinlich. Auch in extremen Dosen führt Thujon mit Wahrscheinlichkeit nicht zu halluzinogenen Wirkungen, sondern lediglich zu Gesundheitsschäden.
Die richtige Zubereitung
Ein Absinth sollte nach Geschmack und Qualität, jedoch niemals nach dem Thujongehalt bewertet und genossen werden. Ausgesprochen wichtig ist dabei übrigens auch die richtige Zubereitung - welche Form der Genießer auch immer bevorzugen mag.
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